Ihr Herz schlägt für alte Traktoren Treckertreff in Hönningen an der Ahr 2005 Beim ersten Oldtimer-Treffen der "Ahr-Glühköpp Hönningen" ging es hoch her - Blindfahrten und Gleichgewichtsübungen Die "Ahr-Glühköpp Hönningen" haben ein Herz für alte Traktoren. Dass sie mit ihrer Leidenschaft nicht alleine dastehen, zeigte sich bei ihrem ersten Oldtimertreffen, zu dem bereits im Vorfeld 154 Fahrzeuge angemeldet wurden. HÖNNINGEN. Schon aus der Ferne ist das laute Knattern des Dieselmotors zu hören, dann biegt der alte Lanz Bulldog, 24 PS stark und Baujahr 1952, unter den anerkennenden Blicken der zahlreichen Besucher auf die Wiese am Ortseingang von Hönningen ein. Sein Besitzer parkt ihn - nicht ohne Stolz - zwischen den anderen alten Traktoren. Sofort kommen einige Neugierige zusammen und nehmen das neu eingetroffene Gefährt in Augenschein. Fachmänner und -frauen gibt es genug auf dem ersten Oldtimertreffen der "Ahr-Glühköpp Hönningen", einer zwölfköpfigen Interessengemeinschaft, deren Herz an alten Traktoren, Standmotoren und landwirtschaftlichen Maschinen hängt. Die gute Resonanz zeigt, dass die Männer und Frauen aus Hönningen mit ihrer Leidenschaft nicht alleine dastehen. "154 Traktoren wurden bereits im Vorfeld angemeldet", freut sich Horst Schülter vom Organisationsteam. "Hinzu kommen alte Landmaschinen, diverse Motorrad- Oldtimer oder auch Schleifsteine und Erntegeräte antreibende alte Dieselmotoren." Und so ist die Wiese schon bald zu klein für die nahezu ununterbrochen anrollenden Schmuckstücke. Überall werden die Glühköpfe vorgeheizt, wird hier geschraubt und da noch etwas poliert, Öl nachgefüllt oder auch nur das bunte Kissen auf dem harten Eisensitz zurechtgerückt. Da erzählen Großväter, die selbst noch mit den Fahrzeugen in der Landwirtschaft gearbeitet haben, ihren Enkeln von den eigenen Erfahrungen, werfen Jugendliche einen prüfenden Blick auf die Motorblöcke und bestaunen Kinder Größe und Profiltiefe der Traktorreifen. Aber die "Ahr-Glühköpp" wollten nicht nur eine großartige Ausstellung organisieren: Die Fahrer der alten Gefährte sollen auch zeigen, wie gut sie ihren Oldtimer beherrschen. So müssen zur Freude der Zuschauer auf einem Parcours 15 Meter in Blindfahrt gemeistert werden. Eine große Wippe, auf der Fahrer und Traktor das Gleichgewicht finden sollen, verlangt enormes Fingerspitzengefühl. Und die Kids kommen beim Tret-Traktor-Rennen ganz schön ins Schwitzen. Eine alte Dreschmaschine nimmt noch einmal ihre Arbeit auf, und die Vorführung einer 13 Meter langen fahrbaren Säge findet großes Interesse. So kamen die Traktorfreunde an diesem Wochenende in Hönningen voll auf ihre Kosten. Noch zu fortgeschrittener Stunde wurden Erfahrungen ausgetauscht und neue Treffen vereinbart, bevor sich auch der letzte Fahrer mit seinem Oldtimer verabschiedete und auf den Heimweg machte. Noch lange war das Knattern der alten Dieselmotoren zu hören. Ute Müller Rhein-Zeitung - Ausgabe Bad Neuenahr-Ahrweiler vom 23.05.2005, Seite 11.
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